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Marktgemeinde Loosdorf

Die Schuster- und Schneiderzunft in Loosdorf
Als Zünfte bezeichnete man seit dem Mittelalter Gewerbe- und Handelsvereinigungen in Marktorten, die zwingend vorgaben, wie viele Handwerker in einem Ort sein durften, wie sie und was sie zu produzieren hatten, wie die Ausbildung der Lehrlinge, Gesellen und Meister stattfinden musste. Sie sicherten dadurch den Mitgliedern ein standesgemäßes und "gerechtes" Einkommen. Für die Verbraucher (Konsumenten) waren dadurch die Qualität und die Preise der Produkte garantiert, jedoch wegen des fehlenden Preiswettbewerbs auf ziemlich hohem Niveau. Andererseits verhinderten sie über Jahrhunderte die Einführung neuer, besserer und ertragreicherer Erzeugungsmethoden. Äußeres Zeichen waren nach mittelalterlicher Tradition je nach Zunftordnung Wappen und Zunftzeichen, ja sogar oft eine eigene Bekleidung.
Die Ausbildung der Handwerker war streng geregelt: Lehrlinge mussten bei den Zünften über die Zunftlade aufgenommen - angedingt - und nach der Lehrzeit "freigesprochen" werden. Zu den Voraussetzungen für den Eintritt in die Zunft gehörte ausdrücklich die ehrbare Geburt und Herkunft. Die Lehrzeit dauerte drei bis sechs Jahre. Die Lehrlinge waren weitgehend rechtlos und vom Meister abhängig. Gesellenstücke zum Beweis des Gelernten kamen erst im 18. Jahrhundert auf. Die Eltern des Lehrlings mussten an den Meister Lehrgeld bezahlen.
Gesellen mussten zwei bis sechs Jahre auf Wanderschaft gehen, waren dabei ganz genau an Vorschriften gebunden. Sie brauchten eine "Kundschaft" vom jeweils letzten Lehrherrn und schließlich im Wanderbuch die genaue Eintragung ihrer Gesellenjahre.
Schwierig war es, Meister zu werden. Zum oft teuren Meisterstück kamen schwere Auflagen, da die Zünfte verhinderten, dass mehr als die vorgeschriebenen Handwerksstellen eingerichtet wurden. Meist konnte der Geselle erst durch die Heirat mit einer Meisterwitwe ein eigenes Handwerk aufmachen.
In Loosdorf und für die weitere Umgebung waren zwei Zünfte - die Schuster- und Schneiderzunft - eingerichtet, wo die Lehrlinge angedingt und freigesprochen werden konnten bzw. Meisterbriefe ausgestellt wurden.
Das Aufgeding- und Freisprechbuch der Schneider hat Eintragungen von 1596 bis 1860. Das Meisterbuch der Schuster verzeichnet die "Freisagungen" der Meister vom Jahre 1683 bis 1740 und auch eine Abschrift der Zunftordnung der Schuster in Loosdorf.

Standort: Neue Mittelschule Loosdorf, Otto-Glöckel-Straße 6-8



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